THORSTEN WILKENS

THORSTEN WILKENS, geboren 1965 im Zeichen des Wassermanns, wuchs in der Lüneburger Heide auf

und las schon vor der Grundschule begeistert Märchen und Sagen. Mit neun Jahren hatte er neben hunderter

anderer bedruckter Seiten bereits die komplette Karl May-Gesamtausgabe verschlungen (inklusive des für ihn

und viele andere völlig unverständlichen Spätwerks) und verlangte vergeblich nach mehr. In der beginnenden

Pubertät wurden dann auch die Heftromane interessant, insbesondere Lassiter und Kommissar X, wegen ihrer

exzessiven Sexszenen. Erste eigene Serien, liebevoll in Schulhefte geschrieben und mit eigenen Titelbildern

versehen, folgten - die Helden hatten illustre Namen wie Targo Kolta oder Rhauol Fugosi. Schließlich gewannen dann

aber die Comics allmählich die Oberhand. Er entdeckte das Zeichnen für sich und eiferte fleißig seinen neuen Helden

Johnny Romita, Jack Kirby, Gil Kane, Wallace Wood und später Hermann, Moebius und Bernie Wrightson nach.

Die Faszination des Halbwüchsigen für Comic-Magazine führte schon früh zu ersten eigenen Heften ("Der geheimnisvolle

Wolf", zwei Ausgaben 1979), die die Tante im eigenen Copyshop vervielfältigen musste &endash; Und in den 80er Jahren zu einem

kurzen und ziemlich erfolglosen Intermezzo als Herausgeber des Fanzines "Asgard", in dessen drei Ausgaben deutsche

Zeichner unterschiedlichster Couleur ein Forum fanden (und ein kleines Erbe an Bargeld in letztlich deutlich weniger

wertes Papier umgewandelt wurde).

Mit der Volljährigkeit kam die Musik - über zehn Jahre hinweg und mit wechselndem Erfolg versuchte sich TW als Sänger

in einem halben Dutzend Bands. Der Rote Faden darin war die musikalische Ausrichtung New Wave, Post Punk, Alternative,

was anfangs mit Joy Division und The Cure, später mit Phillip Boa, The Pixies oder den Smashing Pumpkins assoziiert wurde.

Achtungserfolg war 1987 ein dritter Platz seiner Band "Last Seven Hours" in einer nicht veröffentlichten STERN-Umfrage in

der Rubrik "Lieblingsband" (erhoben bei selbstmordgefährdeten norddeutschen Jugendlichen, die der gefährlichen

"Dark Culture" anhingen - alle Beteiligten waren damals froh, dass dieser Blödsinn nicht veröffentlicht wurde).

Durch den Umzug nach Hannover 1985 (zunächst Fachabitur, dann zwei Jahre Zivildienst) entstanden Kontakte zur

örtlichen Musikszene. Statt Comics zeichnete TW jetzt vorwiegend Plattencover, Plakate und T-Shirt-Motive und gestaltete

Flyer und Programmhefte für Szene-Läden und Clubs. Fast zwangsläufig folgte 1991 ein Studium als Kommunikations-Designer.

Bezeichnenderweise war die Diplomarbeit das erste Kapitel einer Graphic Novel, die aufgrund des frühen Todes des Autoren

Jürgen Heinzerling nie vollendet wurde. Seitdem ist seine Arbeit auf dem Comic-Sektor auf wenige kurze Onepager

oder Strips beschränkt geblieben.

Seit 1998 ist TW als Grafik-Designer, Comiczeichner und Illustrator selbstständig unter dem Label ArteFact für Agenturen,

Verlage und Unternehmen tätig. Das Schreiben ist bis dato brotlose Passion, obwohl in regelmäßigen Abständen Versuche

unternommen werden, Konzepte für Fernsehserien, Drehbücher, Kurzgeschichten oder halbfertige Romane ihrer

natürlichen Bestimmung "sprich einer Veröffentlichung" zuzuführen.

"Das Schreiben für die Schublade kann nicht das Ziel sein. Aber es ist selten das Ziel, das Dich erfüllt und begeistert.

Die Erwartungen an das, was noch vor Dir liegt, sind oft viel bestimmender als das Erlebnis selbst. Wann ist man glücklicher?

Am Beginn oder am Ende einer Reise?"

 THORSTEN WILKENS

war übrigens auch für das Layout dieses Buches zuständig.

Herzlichen Dank.

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